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Veranstaltungs-Plakat 2011
Suchst schöne Plätze Du am Rhein, so brauchst Du nicht im Baedecker zu lesen.
Kehr im „Marienbildchen“ ein, so weiß ein jeder, dass Du bist in Köln gewesen.
1912 - "Der Stammtisch Kölner Handwerker und Kaufleute"
So konnte man in früheren Jahren auf den Ansichtskarten der Obergärigen Brauerei zum „Marienbildchen“ lesen. Im Jahre 1412 gegründet, war das Marienbildchen an der Bayenstraße 85-87 am ehemaligen Neckelskaulturm (am Rheinauhafen) den Altkölnern sowie den Fremden eine Stätte urkölnischen Lebens.
In dieser echt kölnischen mit mannshoher Holzvertäfelung verkleideten Kneipe fanden sich im Jahre 1912 die Herren Dahlmann, Peter Weber, Richart Pannenbäcker, Lambert Buschmann, Reck, Heinz Schumacher, Leo Kuckelkorn, Hubert Plum, Heinz Vierbaum, Walter Birkenbeul, Josef Buschmann, Otto Depenheuer, Willi Lungerich, Wilhelm Richrath, Hubert Depenheuer, Heinrich Depenheuer, Josef Hilgers, Ambrosius Depenheuer, Robert Wagner, Peter Lungerich und Christian Förster, alles angesehene Kölner Handwerker und Kaufleute, zu einem Stammtisch zusammen, dem Sie den Namen gaben „Mer loße uns nit“
Die Gründer des Stammtisches, die alle der Pfarre St. Johann (Severinstr.) angehörten, wollten zwanglose und gemütliche Stunden zusammen verleben. Aber dann folgte der erste Weltkrieg 1914/18, und einer nach dem anderen musste den Stammtisch verlassen. Nur einer blieb zurück, Christian Förster. Er war es auch, der den Stammtisch nach dem Kriege wieder zusammenrief.
1919 - "Vom Stammtisch zum Gesellschaftsklub"
Am 1. Januar 1919 wurde beschlossen, den Stammtisch in eine Gesellschaft umzuwandeln. Zum 25. Januar 1919 wurde eine Generalversammlung einberufen. Die anwesenden 40 Mitglieder beschlossen einstimmig, die Gesellschaft zu gründen und diese als „Gesellschaftsklub Mer loße uns nit“ zu benennen und gerichtlich eintragen zu lassen. Zum Präsidenten wurde Christian Förster gewählt. Zweck dieses Zusammenschlusses war neben der Geselligkeit, Ausflüge und Touren in Gottes freier Natur zu machen.
Auf der nachfolgenden Generalversammlung am 25. Mai 1919 machte Heinz Schumacher den Vorschlag, aus dem „Gesellschafts-Klub“ eine Karnevalsgesellschaft zu machen. Man einigte sich, karnevalistische Veranstaltungen im kleinen Rahmen abzuhalten.