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Termine Tanzgruppe

08.01.2011
Familich und Fründe

Von den Schusterjungen zu den Zunft-Müüs

Historie

Anfang 1947 wurde von unserem damaligen Präsidenten Walter Gassmann-Horn der Vorschlag gemacht, zur Bereicherung unserer Programme eine Tanzgruppe zu gründen. Nun war guter Rat teuer! Was für eine Gruppe sollte es werden? Von Uniformen wollte keiner mehr etwas wissen. Da die Zunftbrüder namens- und mitgliedermäßig mit den Zünften und Handwerkern aufs Engste verbunden sind, wurden verschiedene Gruppen aus allen Handwerker-Ständen in deren Arbeitstracht vorgeschlagen. Nach eingehender Beratung des Vorstandes wurde der Vorschlag des Senatspräsidenten, eine einheitliche Gruppe als Schusterjunge aufzustellen, einstimmig angenommen. So gründete Senatspräsident und Literat Milo Maurer im Jahre 1947 die Tanzgruppe der KKG Fidele Zunftbrüder e.V. "Schusterjunge".

Es machte wenig Schwierigkeiten, schnell einige tanzbegeisterte Jungen zu finden. Es stellten sich einige Söhne von Mitgliedern oder deren Lehrlinge zur Verfügung, und der Rest wurde aus der Tanzschule Bonn-Wolff entliehen. Die Tanzgruppe war gegründet. Die Tanz- und Balettlehrerin Gerti Bonn-Wolff übernahm die tänzerische Ausbildung, Idee und Gestaltung. Der größte Teil der Erfolge der "Schusterjungen" war wohl ihr Verdienst. Der größte Clou der Tanzgruppe war unser männliches Mariechen, womit bewusst an einer alten Kölschen Tradition festgehalten wurde. Der Reihe nach wollen wir allen die diese Rolle innehatten aufführen: 1947 – 1949 Theo Ries, 1949 – 1955 Severin Haas (Männi), 1956 – 1961 Victor Hemmersbach, 1962 – 1965 Peter Scholl und von 1966 an Hubert Steinbüchel, Andreas Posnanski und Karl Heinz Kings. Sie alle haben sich durch ihre einwandfreie Haltung und durch gutes Können besonders ausgezeichnet. Auch der Schusterjungentanz auf die Melodie "Mer lappe, mer pappe" ist altbekannt und für die Gruppe wie geschaffen. Wer diese alte Weise hört, denkt heute noch oft an die Zunftbrüder mit ihren Schusterjungen. Um der Gruppe in jeder Session einen neuen Anstrich zu geben, wurde immer wieder für jede Session ein neuer Tanz einstudiert.

1949 – 1951 Samba (Nach der Melodie Prima, prima Prümmche), 1952 Torero Tanz (Stierkampfgruppe), 1953 Hänneschen-Tanz, 1954 – 1955 Mecki Boogie (Melodie "Mecki war ein Seemann"), 1956 Campinglied (Karl Berbuers Erfolgsschlager) 1957 –1958 Rock and Roll, 1959 – 1960 Charleston, 1961 – 1962 Twist (Melodie "Von den blauen Bergen"), 1963 – 1964 Madison (Melodie "Pigalle"), 1965 – 1966 Rumba (Melodie ("El Cumbanchero") und von 1967 – 1968 Der Poller Milchmädchen-Tanz. Zu dieser Zeit war die Tanzgruppe eine selbständige Gruppe in der Gesellschaft und wurde von folgenden Herren geführt:

Gottfried Vossen, Karl Lohmann, Hans Klein, Adolf Beer, Heinz u. Hans Klein, Fritz Odenthal, Jacob Odenthal, Jo Jennings, Helmut Bergner, Albert Grimm und Bern Langen.

Ab 1968 konnten kaum noch junge Männer für die Tanzgruppe angeworben werden, und so entschloss sich der damalige 1.Vorsitzende Willy Hebel, einmal eine Gruppe von Mädchen als Tanzgruppe im Kostüm der Schusterjungen aufzustellen, die nach einigen Jahren aber zu einer gemischten Gruppe Jungen und Mädchen wurde. 1977 war es aber endgültig auch damit zu Ende, und die Tanzgruppe musste aufgelöst werden.

Die Tradition der "Schusterjungen" wurde jedoch in der Zunft bewahrt. In fast allen Rosenmontagszügen, Teilzügen an Weiberfastnacht und in den Pescher Dienstagszügen wurde von Mitgliedern der Gesellschaft eine Schusterjungengruppe gestellt. So leben die Schusterjungen in unserer Gesellschaft auch heute noch weiter.

Ab 1995 gibt es wieder eine gemischte neue Tanzgruppe in der Zunft, die Zunft-Müüs. Und so schließt sich der Kreis von Damals zu Heute.